Chronischer Stress

Stress ist eines der großen Themen unserer Zeit. Positiver Stress ist gesund, lebenswichtig und ermöglicht Höchstleistungen. Dem gegenüber steht negativer Stress, der vor allem in wiederkehrenden Überlastungssituationen und als Dauerstress zur Ursache von Gesundheitsstörungen und Erkrankungen wird.

 

Stressbedingte Symptome und Erkrankungen können sich sowohl körperlich als auch psychisch darstellen. Hierzu zählen beispielsweise Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Störungen des Immunsystems, Herz-Kreislauf-Beschwerden und diabetische Stoffwechselstörungen.

 

Darüber hinaus können stressbedingt Müdigkeits- und Erschöpfungszustände bis hin zum Burnout auftreten. Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Ängste, Unruhe, Reizbarkeit und Depression können regelmäßig Folgen von chronischem Stress sein.

 

 

Ursachen von chronischem Stress

 

Stressfaktoren finden sich in allen Bereichen des Lebens, z.B. in der Familie, bei der Arbeit oder in der Partnerschaft. Auch können existenzielle Ängste, chronische Erkrankungen oder Entzündungen sowie lang anhaltende Schmerzen oder ein erlittenes Trauma zu Stress führen.

 

Ein ernst zu nehmendes medizinisches Problem wird Stress dann, wenn ein Ungleichgewicht entsteht, zwischen den Anforderungen des Alltags und der Fähigkeit des Organismus, auf diese angemessen zu reagieren. Dazu gehören individuelle Schutzmechanismen, wie z.B. der Fähigkeit abzuschalten und zu entspannen,

 

Besteht ein solches Ungleichgewicht, gelangt der Organismus in einen dauerhaften Alarmzustand. Es entsteht chronischer Stress mit zahlreichen körperlichen und psychischen Symptomen.

 

 

Chronischer Stress und seine Folgen

 

Bei chronischem Stress erschöpft sich langfristig die Stresshormonproduktion des Körpers:

Der Betroffene wird chronisch müde, antriebslos, hat vielerlei Beschwerden und jede wie auch immer geartete Aufgabe stellt für ihn eine übermäßige Anstrengung dar.

 

Der chronische Stress kann zur völligen Erschöpfung eines Menschen führen - psychisch wie physisch - bis hin zu Krankheit und Arbeitsunfähigkeit.

 

 

Stressdiagnostik

 

Eine ausführliche Befragung und Untersuchung ergänzen wir durch eine umfangreiche stressmedizinische Labordiagnostik mittels BlutuntersuchungUrinuntersuchung und Speichelhormonuntersuchung.

 

Hierzu zählen beispielsweise:

 

  • Nachweis von belastenden und stressauslösenden Mangelerscheinungen (z.B. Vitamin- und Mineralstoffmangel)
  • Nachweis stressbedingter Erkrankungen (z.B. funktionelle Organstörungen)
  • Ausschluss organischer Erkrankungen (z.B. Entzündungen und Autoimmunerkrankungen)
  • Ausschluss hormoneller Störungen (z.B. Schilddrüsenhormone, Geschlechtshormone: Östrogen, Testosteron etc.)
  • Ausschluss zellulärer Stoffwechselstörungen (z.B. Nitrosativer Stress, Oxidativer Stress, Mitochondriopathien)
  • Stresshormon-Diagnostik mittels Neurostresstest (z.B. Serotonin, Cortisol, Dopamin, Glutamat, Histamin)

 

 

Stresstherapie

 

Eine Stresstherapie ist dann sinnvoll, wenn die negativen Auswirkungen von Stress auf den Körper und die Psyche nicht mehr durch individuelle Stress-Schutzmechanismen beseitigt werden können.

 

Ein ausführliches Patientengespräch sowie eine umfassende Labordiagnostik, einschließlich der Messung von Hormonen und anderen Botenstoffen (Neurostresstest) bilden die Grundlage für eine auf den Patienten individuell abgestimmte Stresstherapie. Diese kann u.a. Coaching, Akupunktur, orthomolekulare Medizin, Injektionen, Infusionen und Medikamente beinhalten. Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Vitalität des Patienten und die Stressresistenz binnen weniger Wochen deutlich zu verbessern.