Labordiagnostik

Ein wichtiges Grundprinzip der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), aber auch der Naturheilkunde ist es, Zusammenhänge sowie Ursachen einer Krankheit mitsamt der auftretenden Symptome gründlich zu erfassen. Und dafür schauen wir genau hin! Unsere ausführliche Befragung und Untersuchung wird ergänzt durch eine umfangreiche Labordiagnostik. Zahlreiche moderne Laboruntersuchungen kommen dabei zur Anwendung.

Umfangreiche Laboruntersuchungen von Blut und Urin sowie Speichel oder Stuhl können von uns durchgeführt werden. Sowohl in unserem angeschlossenen Labor als auch bei hoch spezialisierten Partnerlaboren können wir praktisch jede wichtige Laboruntersuchung beauftragen. Eine große Zahl von Erkrankungen kann so mittels Labordiagnostik mit hoher Zuverlässigkeit nachgewiesen werden.

Denn eines bleibt unbestritten: Je präziser und umfassender die Diagnose und Laboruntersuchung ausfällt, desto besser sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Behandlung vorhandener Beschwerden.



Bei der Blutuntersuchung können folgende Werte bestimmt werden:


großes Blutbild (Hämoglobin, Erythrozyten, Thrombozyten, Leukozyten, etc.)

Eisen-Stoffwechsel (Eisen, Transferrin, Ferritin, etc.)

Mineralien und Vollblut-Mineralanalyse (Magnesium, Zink, Selen, etc.)

Vitamine (Vitamin D, Vitamin A, B12, B6, B1, B2, Folsäure, Coenzym Q10, Vitamin C)

Leber (GOT, GPT, Gamma-GT, etc.)

Galle (Bilirubin gesamt, indirekt, direkt, etc.)

Bauchspeichelrüse (Amylase, Lipase)

Magen (Heliobacter pylori, Pepsinogen)

Niere (Harnstoff, Kreatinin, etc.)

Schilddrüse (TSH, fT3, fT4, etc.)

Zuckerhaushalt (HbA1c, Glucose, Insulin, etc.)

Fettstoffwechsel (Triglyceride, Cholesterin, etc.)

spezieller Stoffwechsel (Fettsäuren, Aminosäuren, etc.)

Geschlechtshormone (Progesteron, Östrogen, Testosteron, etc.)

Sonstige Hormone (Nebenschilddrüse, Nebenniere, Hypophyse, etc.)

Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Histaminunverträglichkeit, Glutenunverträglichkeit, etc.)

Allergien (Pollen, Hausstaub, Schimmmelpilze, etc.)

Nahrungsmittelallergien (z.B. Milch, Weizen, Soja, Nüsse, etc.)

Pseudoallergien (Lebensmittelfarben, Lebensmittelzusatzstoffe)

Umweltgifte, Entgiftung, Schwermetalle

Immunsystem (Lymphozyten, Antikörper, etc.)

• Entzündungen (Blutsenkung, CRP, hs CRP, etc.)

Autoimmunerkrankungen und Rheuma-Diagnostik

Oxidativer Stress (Überschuss zellschädigender freier Sauerstoff-Radikale)

Nitrosativer Stress (Überschuss des zellschädigenden Radikals Stickstoffmonoxid)

Mitochondriopathie (Störung der Energieversorgung der Körperzellen)

Tumorvorsorge (Tumormarker)

Risikofaktoren (Adipositas, beginnende Herzinsuffizienz, Arteriosklerose, etc.)

Genetische Risikofaktoren (Herz-Kreislauf, Parodontitis, Osteoporose- und Thromboserisiko)

Anti-Aging-Profile (Hormone, Herz-Kreislauf, Stoffwechsel)



Die Stuhluntersuchung kann folgende Parameter beinhalten:


Mikrobiologische Stuhluntersuchung (Darmbakterien, Darmpilze)

Mykologischer Florastatus (Geotrichum, Schimmelpilze, Hefepilze: z.B. Candida albicans, etc.)

Bakterielle Durchfallerreger (Salmonellen, Shigellen, Campylobacter, etc.)

Virale Durchfallerreger (Norovirus, Rotaviren, Adenoviren,etc.)

Darmparasiten (Amöben, Würmer, Wurmeier, Blastocystis, etc.)

Verdauungsstörungen (Gallenblase, Bauchspeicheldrüse, etc.)

Schleimhautimmunität (darm-assoziiertes Immunsystem)

Darmentzündungen (Entzündungswerte)

• chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) (Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Mikroskopische Colitis)

Nahrungsmittelallergien (z.B. Milch, Weizen, Soja, Nüsse, etc.)

Stuhl-ph (ph-Wert im Stuhl)

Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Fruktose-, Sorbit-, Gluten- und Histaminintoleranz)

Blut im Stuhl

Histamin im Stuhl und histaminbildende Bakterien im Stuhl

Darmpermeabilität (Durchlässigkeit der Darmschleimhaut für Krankheitsfaktoren)

Magendiagnostik (Heliobacter pylori-Antigen im Stuhl)

Übergewicht durch Darmbakterien

Verdauungsrückstände (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Wasser, Zucker)

Früherkennung kolerektaler Karzinome (Darmkrebs-Früherkennung)

Stuhldiagnostik des Leaky Gut Syndrom (Syndrom einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand)

Stuhldiagnostik des Overgrowth Syndrom (Besiedlung des Dünndarms mit Keimen aus tieferen Darmabschnitten)



Die Urinuntersuchung kann Folgendes beinhalten:


Bakterien-Fehlbesiedelung des Darms (Dysbiose) und chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Histamin im Urin (Histaminunverträglichkeit)

Oxidativer Stress (Überschuss zellschädigender freier Sauerstoff-Radikale)

Nitrosativer Stress (Überschuss des zellschädigenden Radikals Stickstoffmonoxid)

Fettsäuren, Arminosäuren, Vitamin-Stoffwechsel

Neurostress bei Müdigkeit und Erschöpfung, bei Burnout und Depression (Adrenalin, Noradrenalin, Dopamin, Serotonin, etc.)

Mineralien und Spurenelemente im Urin

Schwermetalle im Urin

Quecksilber im Urin

Eiweiß im Urin (Albumin im Urin)

Urin-ph (ph-Wert im Urin)

Bakterien und Pilze im Urin (Infektionsdiagnostik)

spezifisches Gewicht des Urins (Stoffwechsellage, Diabetes, Nieren-Gesundheit)

Urinsediment (Erythrozyten, Leukozyten, Plattenepithelien, Bakterien, Zylinder)

Urinstatus (ph-Wert, Gesamt-Eiweiß, Bilirubin, Urobilinogen, Nitrit, Glukose, Aceton, Blut)



Die Speicheluntersuchung gibt Aufschluss über:


Sexualhormone / Geschlechtshormone (Progesteron, Testosteron, Östrogen, etc.): die Bestimmung der Hormone im Speichel ist möglich u.a. bei Zyklusbeschwerden und Wechseljahrbeschwerden sowie ungewollter Kinderlosigkeit.


Stresshormon Cortisol: die Bestimmung im Speichel ist u.a. sinnvoll bei chronischem Stress, Müdigkeit und Erschöpfung sowie Burnout.


Schlafhormon (Melatonin): die Bestimmung im Speichel erfolgt bei häufig auftretenden oder chronischen Einschlafstörungen und Durchschlafstörungen.


DHEA (Gegenspieler des Stresshormon Cortisol): das Hormon hat positiven Einfluss auf das Immunsystem, auf Wechseljahrsbeschwerden, auf die Gesundheit von Herz und Blutgefäßen sowie auf Ermüdungserscheinungen und Vitalitätsstörungen. Weiterhin kann DHEA nach bisheriger Studienlage das Risiko für Diabetes, Osteoporose und Krebserkrankungen senken.


Messung der biologisch aktiven, freien Hormone

Bei Hormonen im Speichel wird der biologisch aktive, freie Teil der Hormone ermittelt. Im Blut liegen 95 bis 99 Prozent der Hormone an Eiweiße gebunden vor. In gebundener Form sind Hormone biologisch inaktiv. Die Hormone im Speichel liegen ausschießlich in ihrer freien Form vor.

Für die Diagnostik ist die Messung der biologisch aktiven, freien Hormone im Speichel (Salvia) oftmals besser geeignet, als die Hormonbestimmung mittels Blutuntersuchung. Dies trifft insbesondere bei Stress und Neurostess sowie Schlafstörungen zu.