Rund 20 Prozent der Deutschen leiden an einer Blütenstauballergie. "Die Zahl der Erkrankten hat in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen", erklärt Allergologe Ralph Gadow aus Hamburg. "Studien belegen, dass in den 80er-Jahren nur etwa acht Prozent der Bevölkerung an einer Pollenallergie litt."
Allergien entstehen, wenn unser Immunsystem auf eigentlich harmlose Stoffe übermäßig reagiert und sie wie gefährliche Substanzen behandelt. Der Körper bildet fälschlicherweise Antikörper, die bei jedem Kontakt mit den Pollen eine Allergie auslösen. Symptome des Heuschnupfens sind unter anderen gerötete und tränende Augen, Niesen und eine verstopfte Nase.
"Im März und April ist die Belastung durch die Pollen der Erle, Haselnuss, Ulme und Pappel besonders hoch. Weiden und Birken beginnen ebenfalls zu blühen", sagt Gadow. In den Städten sei die Belastung meistens höher als auf dem Land, was auch an der erhöhten Schadstoffkonzentration liege. "Ein Spaziergang am Meer kann die Situation manchmal schon etwas verbessern, dort ist die Luft reiner", rät der Experte. In der Pollenflugzeit sollten Allergiker sich möglichst wenig draußen aufhalten. Insbesondere bei sehr windigem Wetter sollten sie den Gang ins Freie meiden, weil sich die Pollen dann noch schneller verbreiten.
Offenbar prädestiniert ein Mangel für schwere Erkrankungen wie Schlaganfall, Krebs und Herzmuskelschwäche, so einer Studie aus Graz (Österreich). An Ihr nahmen 3200 Männer und Frauen im Durchschnittsalter von 62 Jahren teil, die sich einer Herzkatheterdiagnostik unterziehen mussten. In dieser Studie hatten Patienten mit niedrigen Vitamin D-Blutwerten ein erhöhtes bis verdoppeltes Todesrisiko.
Vitamin D-Mangel quält den Darm. Bei Patienten mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa sollte unbedingt der Vitamin D-Spiegel im Auge behalten und ein Mangel rasch ausgeglichen werden. In einer Studie aus Wisconsin (USA) konnte belegt werden, dass ein Vitamin D Mangel die Aktivität der entzündlichen Darmerkrankung unabhängig von anderen Einflussfaktoren erhöht.
Schutzfunktionen im Stoffwechsel. Vitamin D ist für die Knochengesundheit bedeutsam. Weiterhin ist Vitamin D an Stoffwechselvorgängen des Herz-Kreislauf-Systems, Immunsystems und am Tumorwachstum beteiligt. Mit einer ausreichenden Versorgung kann möglicherweise präventiv chronischen Erkrankungen entgegengewirkt werden. Gleichzeitig zeigen aktuelle Studien, dass eine unzureichende Versorgung mit diesem Vitamin eine ursächliche Rolle bei diesen Erkrankungen spielt. Das Risiko für chronische Erkrankungen steigt mit einem Vitamin D-Mangel und ist bereits vor dem Auftreten typischer Mangelsymptome stark erhöht.
Eine Bestimmung des Vitamin D im Blut des Patienten kann nach Blutabnahme in der Praxis Ralph Gadow binnen 24 Stunden erfolgen.