Ralph Gadow

Diplom-Biologe · Immunbiologe
Heilpraktiker · Diplom-Akupunkteur

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Mikrobiologie · Genetik
Biochemie · Neurobiologie

Stuhluntersuchung von entzündlichen Darmerkrankungen

Dez 1, 2023

Lactoferrin im Stuhl zeigt generell das Vorhandensein und das Ausmaß einer Entzündung an.


Die Bestimmung dient dem Nachweis oder Ausschluß eines akuten entzündlichen Geschehens wie bei bakteriellen Infekten, aber auch dem Aktivitätsmonitoring bereits bekannter, chronischer entzündlicher Erkrankungen wie z.B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Diverticulitis etc.


Darüber hinaus erlaubt die Lactoferrinbestimmung die Differenzialdiagnose zu funktionellen Darmbeschwerden wie dem Colon irritabile (Reizdarmsyndrom), da in diesen Fällen keine entzündliche Aktivität nachweisbar ist. Lactoferrin wurde auch schon zur Diagnostik von Polypen, colorectalen Tumoren und Nahrungsmittelunverträglichkeiten eingesetzt.



Calprotectin im Stuhl zeigt generell das Vorhandensein und das Ausmaß einer Entzündung an.


Dementsprechend kommen verschiedene Anwendungen in Frage: akut entzündliche Prozesse in der Abgrenzung von funktionellen Beschwerden, Überwachung bereits bekannter, chronischer entzündlicher Erkrankungen wie z. B. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, evtl. auch Tumorsuche (nach dem Prinzip „kein Tumor ohne Entzündung“).


Bei Patienten mit chronischen Entzündungen unter laufender Behandlung dient die Calprotectin-Bestimmung der Kontrolle des Therapieerfolgs und der Überwachung im symptomfreien Intervall, um rechtzeitig ein Rezidiv zu erkennen und womöglich schon früh zu behandeln.


Da die Magen-Darm-Diagnostik sehr komplex ist, empfiehlt sich der Weg über spezialisierte Fachpraxen. Bei Verdacht auf entsprechende Symptomatik sollte an eine spezialisierte und differenzierte Labordiagnostik gedacht werden. Diese bieten wir bei entsprechendem Verdacht in unser Praxis an.