Ralph Gadow

Diplom-Biologe · Immunbiologe
Heilpraktiker · Diplom-Akupunkteur

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Mikrobiologie · Genetik
Biochemie · Neurobiologie

Das Mastzellaktivierungssyndrom (MCAS) - Diagnose

Jan 19, 2025

Die Diagnose des Mastzellaktivierungssyndroms (MCAS) stützt sich auf wenige Hauptkriterien:


Typische Symptome in mehreren Organsystemen, der Nachweis erhöhter Mastzellmediatoren (Labordiagnostik) während eines Schubs sowie das Ansprechen auf spezifische Therapien.



Die MCAS-Diagnosekriterien:


Um MCAS zu bestätigen, müssen folgende MCAS-Diagnosekriterien erfüllt sein:


Symptomatik: Episodische, wiederkehrende Beschwerden in mindestens zwei Organsystemen (z. B. Hautrötungen, Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen oder Atemnot).


Mediator-Nachweis: Erhöhung spezifischer Botenstoffe, im Blut während eines akuten Schubs (deutlicher Anstieg der Messwerte über die Norm). Alternativ werden Urinuntersuchungen auf Histamin-Metaboliten (Stoffwechselprodukte) durchgeführt.


Therapieansprechen: Die Beschwerden bessern sich deutlich durch Medikamente wie Antihistaminika oder Mastzellstabilisatoren.



Der diagnostische Ablauf:


Anamnese & Checklisten: Oft wird vorab ein standardisierter Fragebogen (wie der sogenannte Mastzell-Score) verwendet, um die typische Symptomatik systematisch zu erfassen.


Blutuntersuchung: Der wichtigste spezifische Marker sollten idealerweise während eines akuten Schubes bestimmt und mit einem symptomfreien Basiswert verglichen werden.

Urinuntersuchung: Zusätzlich können im Urin Stoffwechselprodukte des Histamin gemessen werden.


Ausschlussdiagnostik: Da MCAS viele Ausprägungen kennt, müssen andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen (wie Allergien, Schilddrüsenstörungen oder Mastozytose) ausgeschlossen werden.



Da MCAS sehr komplex ist, empfiehlt sich der Weg über spezialisierte Fachpraxen. Bei Verdacht auf MCAS sollte an eine spezialisierte und differenzierte Labordiagnostik gedacht werden. Diese bieten wir bei entsprechendem Verdacht in unser Praxis an.



Typische Beschwerden im Überblick:


Da Mastzellen im gesamten Körper vorkommen, sind die Symptome des MCAS äußerst vielfältig. Besonders häufig auftretende Symptome sind beispielhaft nachfolgend aufgeführt:


Hautbeschwerden: Rötungen (Flushing), Juckreiz, Quetschungen oder Nesselsucht.


Magen-Darm-Beschwerden: Durchfall, Bauchkrämpfe, Übelkeit oder Blähungen.


Herz-Kreislauf-Beschwerden: Blutdruckabfall, Schwindel oder Herzrasen.


Atemwegsbeschwerden: Verstopfte oder laufende Nase, eingeschränkte Atmung oder Atemnot.


Neurologische Beschwerden: massive Erschöpfung, Denkstörungen, Ausfallerscheinungen