Ralph Gadow

Diplom-Biologe · Immunbiologe
Heilpraktiker · Diplom-Akupunkteur

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Mikrobiologie · Genetik
Biochemie · Neurobiologie

Enzymtherapie

Enzyme sind unerlässlich für einen gut funktionierenden Körper. Sie sind maßgeblich als Katalysatoren, also als Beschleuniger oder Aktivatoren von chemischen / biologischen Stoffwechselvorgängen des Körpers.

Die Mehrzahl aller Enzyme ist aus Proteinen (Eiweißen) aufgebaut.


Enzyme sind beteiligt an der Verdauung, der Immunabwehr, dem Wachstum und der Atmung, spielen aber auch eine wichtige Rolle bei der Weitergabe von Reizen und der Entstehung von Schmerzen.


Das Besondere an Enzymen: Sie werden nicht verbraucht, sondern liegen nach "Benutzung" durch den jeweiligen chemischen / biologischen Prozess im Körper in ihren einzelnen Bauteilen wieder vor.



Warum sollte Enzyme verabreicht werden, wenn diese im Stoffwechsel doch eigentlich nicht verbraucht werden?


Hier können wir zwei verschiedene Prinzipien unterscheiden:


Es gibt zum einen die substituierende Enzymtherapie. Sie kommt zum Zuge, wenn der Körper die Fähigkeit verliert, die Enzyme wieder zusammenzubauen.


Ein Beispiel hierfür ist die exokrine Pankreasinsuffizienz: Die entzündete Bauchspeicheldrüse ist dann nicht mehr in der Lage die für die Verdauung benötigten Enzyme Lipase, Amylase und Elastase aus den vorliegenden Bausteinen herzustellen. In diesem Fall müssen die Enzyme extern in Form von Tabletten dem Körper zugeführt (substituiert) werden.



Zum anderen gibt es die systemische Enzymtherapie. Hier liegen die Enzyme grundsätzlich noch vor, allerdings kann die Produktion oder Aktivität gehemmt sein und für die aktuellen Bedingungen nicht ausreichend sein.


Dann kann die Zuführung der Enzyme von außen - die Enzymsubstitution - hilfreich sein, um z.B. das Immunsystem, die Schmerzregulation oder das Verdauungssystem in eine angemessene Aktivität zu bringen.