Diplom-Biologe · Immunbiologe
Heilpraktiker · Diplom-Akupunkteur
Mikrobiologie · Genetik Biochemie · Neurobiologie
Als Immunologe in Hamburg bin ich spezialisiert auf die Immunologie (Immunbiologie) und auf die Diagnostik sowie Behandlung von Störungen, Fehlfunktionen und Erkrankungen des Immunsystems, des körpereigenen Abwehrsystems.
Der Immunologe betrachtet die Immunabwehr, die Abwehr von Krankheitserregern, wie Bakterien, Viren, Protozoen und Pilzen, sowie anderen körperfremden Stoffen, beispielsweise biologischen Toxinen und Umweltgiften.
Die Immunologie beschäftigt sich regelmäßig mit verschiedenen Störungen und Fehlfunktionen des Immunsystems und deren Behandlung. Hierzu zählen u.a. Allergien und Autoimmunerkrankungen, wiederkehrende und chronische Entzündungen, Abwehrschwäche und Infektanfälligkeit.
Zu den wichtigsten Krankheitsgebieten der Immunologie gehören:
• Allergien und Asthma: Überempfindlichkeitsreaktionen gegen an sich harmlose Stoffe wie Pollen, Hausstaub oder Nahrungsmittel (verwandtes Fachgebiet ist die Allergologie).
• Autoimmunerkrankungen: Krankheiten, bei denen das Immunsystem fälschlicherweise gesunde körpereigene Zellen angreift. Beispiele sind Rheumatoide Arthritis, Hashimoto-Thyreoiditis oder chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (wie Morbus Crohn).
• Immundefekte: Angeborene oder erworbene Schwächen des Immunsystems, die zu einer erhöhten Anfälligkeit für Infektionen führen (Infektanfälligkeit).
• Chronisch-entzündliche Erkrankungen: Anhaltende Entzündungsprozesse, die verschiedene Organsysteme wie die Haut (z. B. Psoriasis), den Magen-Darm-Trakt oder die Gelenke schädigen (verwandtes Fachgebiet ist die Rheumatologie).
Wann sollte man einen Immunologen aufsuchen ?
Einen Immunologen sollte man aufsuchen, wenn der Verdacht auf eine schwere Störung oder Schwäche des Immunsystems besteht:
• Schwere oder ungewöhnliche Infektionen: Mehrere schwere Infektionen (z.B. Lungenentzündungen) oder Infektionen mit seltenen, ungewöhnlichen Erregern.
• Anhaltende Infektanfälligkeit: Wenn Infekte auffallend oft auftreten, sehr lange dauern oder ungewöhnlich schwer verlaufen (normale Erkältungen im Alltag zählen meistens nicht dazu).
• Verdacht auf Autoimmunerkrankungen: Wenn typische Autoimmun-Phänomene oder ungeklärte Blutbildveränderungen (z.B. Mangel an weißen Blutkörperchen) vorliegen.
• Schwere Allergien: Bei unklaren, schweren oder lebensbedrohlichen allergischen Reaktionen (Anaphylaxie), wenn spezielle Therapien wie eine Desensibilisierung nötig sind.
Wann sollte man von einer Immunolgischen Diagnostik erwarten ?
Eine Immunologische Diagnostik sollte regelmäßig wichtige Blutwerte umfassen !
Es gibt keinen einzelnen Blutwert für das gesamte Immunsystem, aber das große Blutbild (vollständiged Blutbild) und spezielle Laborwerte zeigen, wie gut die Immunabwehr arbeitet:
• Leukozyten (weiße Blutkörperchen): Sie bilden einen Hauptbestandteil der Immunabwehr. Ein zu hoher Wert weist oft auf Infektionen oder Entzündungen hin. Ein zu niedriger Wert kann auf eine Schwäche des Immunsystems hindeuten.
• CRP (C-reaktives Protein): Dieser Entzündungsmarker steigt im Blut rasch an, wenn der Körper gegen Bakterien kämpft oder Entzünfungen vorliegen.
• Immunglobuline (Antikörper): Diese werden von speziellen Immunzellen gebildet. Sie erkennen Krankheitserreger und helfen bei deren Vernichtung. Bei Krankheit können sie mitunter erhöht oder erniedrigt sein.
• Vitamine und Mikronährstoffe: Diese stellen wichtige Cofaktoren (Hilfsfaktoren) für die Bildung und Funktion des Immunsystems dar.
Wann ist ein Bluttest des Immunsystems und der Immunfunktion sinnvoll ?
Eine Überprüfung der Blutwerte mit Berücksichtigung der Immunologie erfolgt oft bei anhaltender Erschöpfung, ausgeprägten Allergien, häufigen Infektionen oder schlecht abheilenden Wunden. Ein detaillierter Immunstatus misst zudem verschiedene Untergruppen der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und der Antikörper im Labor.
Wann kommt eine Immuntherapie zum Einsatz ?
Die Immuntherapie kommt zum Einsatz, wenn das Immunsystem in seiner Leistung eingeschränkt ist.
Das geschwächte Immunsystem ist nur eingeschränkt fähig die Vielzahl von schädigenden Erregern oder Substanzen aufzuspüren und zu entfernen. Körpereigene fehlerhafte und fremde Zellen können nicht angemessen unschädlich gemacht werden. Aber auch schädliche Fremdkörper können nicht mehr ausreichend von körpereigenem gesunden Gewebe unterschieden werden.
In der Immuntherapie werden unterschiedliche Behandlungsansätze kombiniert, mit denen die Aktivität des Immunsystems beeinflusst werden kann.
Abhängig vom Beschwerdebild kann die Immuntherapie eine stärkende (aktivierende), eine abschwächende (supressive) oder in seiner Wirkung verändernde (modulierende) Wirkung haben.
Aktivierende Immuntherapie
Diese Form der Immuntherapie stärkt das Immunsystem. Durch die Verabreichung von immunaktivierenden Medikamenten wird das Immunsystem des Patienten gestärkt und zur Bildung von Abwehrzellen und Antikörpern angeregt. Die aktivierende Immuntherapie kommt bei einem geschwächten Immunsystem, bei Abwehrschwäche, bei Infektanfälligkeit oder im Rahmen der Krebsnachsorge zum Einsatz. Zu den zu behandelnden Krankheitsbildern gehören Bronchitis, Blasenentzündung, Virusinfekt (Herpes, HPV, EBV etc.), Pilzbefall (Candida, Hautpilz etc.) und bakterielle Infekte.
Suppressive Immuntherapie
Bei der suppressiven Immuntherapie wird die Funktion des Immunsystems gezielt vermindert. Bei der Behandlung von Autoimmunerkrankungen, bei Erkrankungen deren Ursache eine Fehlfunktion des Immunsystems ist oder bei übermäßigen Entzündungsreaktionen (z.B. bei Asthma) wird diese Form der Immuntherapie eingesetzt.
Modulierende Immuntherapie
Diese Form der Immuntherapie, zu der seit langem die Hyposensibilisierung zur Behandlung von Allergien zählt, setzen wir insbesondere bei saisonalen Allergien wie Heuschnupfen oder Hausstauballergie ein. Das übermäßig reagierende Immunsystem wird bei dieser Form der Immuntherapie an den allergieauslösenden Stoffe gewöhnt. Dies verringert die Beschwerden und kann im Idealfall zum vollständigen Verschwinden der Beschwerden führen.
Darmimmuntherapie
Der Darm und das Immunsystem stehen in enger Verbindung miteinander. Ist der Darm geschwächt verliert das Immunsystem an Stärke. Aber auch bei einer Abwehrschwäche kann es zu Störungen im Magen-Darm-Trakt kommen. Bei beiden Formen gerät die Darmflora aus dem Gleichgewicht. Dieses Ungleichgewicht kann durch modernste Labordiagnostik dargestellt und diagnostiziert werden. Die Form der Darmimmuntherapie wird individuell auf den Patienten abgestimmt und kann gleichzeitig beide Organsysteme positiv beeinflussen: den Magen-Darm-Trakt und das Immunsystem.